Eggies Garantie

Natürliche Vielfalt und Artenschutz.

Schon gewusst? Wissenswertes rund ums Ei.

Wissenswertes

Knapp 220 Eier pro Jahr und Kopf verzehren die Deutschen – insgesamt also 15 Milliarden Eier! Trotzdem kreisen viele Fragen rund ums Ei. Hier geben wir Antworten.

Sind Bio-Eier gesünder als andere?

Laut einer Studie der Uni Hohenheim gewannen die Bio-Eier tatsächlich das Qualitätsrennen.
Geflügelwissenschaftler verglichen Bio-Eier mit Eiern aus Bodenhaltung. Vor allem die ausgewogene Ernährung der freilaufenden Biohühner führte zu einem besseren Aroma. Durch den Verzehr der Hühner von Pflanzenbestandteilen ist zudem der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren erhöht. Das Eiklar von Bio-Eiern hatte häufiger eine bessere Konsistenz. Es ist fester und gallertartiger. Prof. Dr. Grashorn von der Universität Hohenheim erklärt: „Das ist auf höhere Aktivitäten der Eiklarenzyme und das stärker ausgebildete Immunsystem der Bio-Legehennen zurückzuführen."

Woran erkenne ich, woher das Ei kommt?

Seit 2004 gibt es für Eier eine einheitliche Kennzeichnung: Der Code auf dem Ei.

Die erste Ziffer informiert über die Haltungsform:

 0 = Ökologische Erzeugung (Bio-Eier)
 1 = Freilandhaltung (Freilandeier)
 2 = Bodenhaltung
 3 = Käfighaltung

Danach folgt das Kürzel des EU-Landes:

 DE = Deutschland
 AT = Österreich
 IT = Italien
 NL = Niederlande etc.

Und die mehrstellige Ziffer am Ende verrät das Bundesland sowie die Betriebs- und Stallnummer.

Worin besteht noch gleich der Unterschied zwischen Bio, Freiland und Bodenhaltung?

0 = Ökologisch erzeugte Bio-Eier

Beim Produzieren von Bio-Eiern gelten die strengsten Regeln. Die Legehennen dürfen nur in offenen Ställen mit einer Auslauffläche gehalten werden. Käfighaltung ist ausgeschlossen. In den Ställen muss es, neben ausgestreutem Sand, Stroh und Holzspänen, genug Platz geben. Genauer gesagt: 18 Zentimeter Sitzstange pro Henne. Der Stall ist für maximal 3.000 Hennen ausgelegt. Hier dürfen sich maximal sechs Hennen einen Quadratmeter teilen und weitere sechs auf der Stange. Im Auslauf sind jedem Huhn vier weitere Quadratmeter zur Verfügung zu stellen, die auf Lütgeharms Biohof noch überschritten werden. Das Futter muss aus ökologischer Landwirtschaft stammen. Sind die Tiere krank, müssen sie mit Naturheilmitteln kuriert werden. Antibiotikum, Gentechnik und Schnäbelkürzen sind bei der Erzeugung von Bio-Eiern nicht erlaubt.

1 = Eier aus Freilandhaltung

Die Hennen müssen in Ställen mit Auslauf gehalten werden und nicht in Käfigen. Allerdings erhalten die Hennen bei Freilandhaltung weniger Platz. Im Stall teilen sich neun Hühner einen Quadratmeter, während es bei Bio sechs sind. Entscheidend ist aber, dass für die Freilandhaltung kein Biofutter verwendet werden muss. Das birgt wie beim Eier-Dioxin-Skandal die Gefahr, dass ungesunde Bestandteile wie technische Fette beigemischt werden.

2 = Eier aus Bodenhaltung

Bei der Bodenhaltung müssen sich neun Hennen lediglich einen Quadratmeter teilen. Allerdings können hier auch drei Etagen übereinander gebaut werden. Häufig handelt es sich bei den „Böden" um Gitterroste. Die Hühner haben im Vergleich zur Bio- und Freilandhaltung keinen Auslauf sondern lediglich einen Scharrbereich mit Streu. Das Futter kann wie bei der Freilandhaltung irgendeines sein.

3 = Eier aus Käfighaltung

Der Begriff „Käfighaltung" existiert in der EU eigentlich nicht mehr. Die nunmehr gängige und umso irre führendere Bezeichnung „Kleingruppenhaltung" findet selbstverständlich auch in Käfigen statt. Die Haltungsbedingungen sind je nach Bundesland unterschiedlich geregelt.

Wie erkenne ich ein gutes, frisches Ei?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) darf gesetzlich nicht mehr als 28 Tage nach dem Legedatum liegen. Häufig lassen sich Eier aber auch nach dem MHD noch gut essen. Woran man erkennt, ob das Ei noch gut ist? Hier ein paar Tipps:

1. Am Geruch: Jeder kennt den faulen Eiergeruch nach Schwefelwasserstoff, der durch die poröse Eierschale frei gesetzt wird.

2. Am Schütteltest: Beim Schütteln frischer Eier sind in der Regel keine Geräusche zu hören. Das liegt daran, dass die Luftkammern im Ei noch zu klein sind und das Ei darin nicht schwappen kann. Je älter das Ei, desto lauter ist das Geräusch beim Schütteln.

3. An der Schwimmprobe: Das Ei langsam in ein mit Wasser befülltes Glas legen und kurz die Reaktion abwarten. Bleibt es am Boden liegen, ist das Ei noch frisch. Bleibt es am Boden liegen, aber stellt sich auf, ist das Ei bereits älter und sollte bald verzehrt werden. Schwimmt das Ei nach oben, ist es schlecht und zu entsorgen.

4. Am Aufschlagen: Das Eiklar eines frischen Eies sollte das Eidotter fest umhüllen. Der Dotter ist fest und steht oben. Ist das Ei älter, rinnt der Dotter auseinander.

 

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